Erbmediation

Bei einer Erbmediation können Lösungen erarbeitet werden, die den Bedürfnissen aller Beteiligten optimal entsprechen, da aufgrund der großzügigen gesetzlichen Regelungen hier weite Spielräume offenstehen. Im Übrigen bietet Erbmediation auch die Möglichkeit, für alle Beteiligten steuerlich günstige Lösungen zu schaffen.

Obwohl in Deutschland mittlerweile Billionen von Euro vererbt werden, fehlt in der überwiegenden Zahl der Fälle jegliche Nachfolgeregelung durch Testament oder Erbvertrag.

Dies mag zum einen daran liegen, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Tod als eher unangenehm empfunden oder aber gefürchtet wird, es gäbe bereits bei Lebzeiten streitige Auseinandersetzungen mit den nächsten Angehörigen. Hierbei wird oft übersehen, dass nach dem Tod des Erblassers es viel eher zu erbitterten Streitigkeiten unter den Erben kommen kann und letztlich die Gerichte etwas entscheiden müssen, was vom Erblasser so vielleicht nicht gewollt war.

Zudem zerstören gerichtliche Streitigkeiten oftmals den Familienfrieden für immer, so dass sich die Erbmediation, als freiwilliges Verfahren, in dem die Parteien darin bestärkt werden, ihre eigene Verantwortung und ihre eigenen Interessen wahrzunehmen, zur Konfliktlösung anbietet.

Dabei hilft den Parteien die Mediatorin als neutrale Vermittlerin, übernimmt aber keine Entscheidungsgewalt. Eine individuell passende Lösung kann sogar schon zu Lebzeiten erarbeitet werden, die dann in der Form eines Testaments und Erbvertrages niedergelegt wird. Damit sind später langwierige Gerichtsverfahren nahezu ausgeschlossen - der Familienfrieden bleibt gewahrt.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall, bereits in ein Testament oder einen Erbvertrag aufzunehmen, dass vor Durchführung eines eventuellen Gerichtsverfahrens immer erst eine Mediation zur Beilegung eines Konflikts durchgeführt werden soll.